Siemens Spülmaschine zeigt Fehler E15 und summt

Man freut sich auf den Feierabend und bekommt plötzlich folgendes Bild von seiner Mutter:

Fehler E15 an einer SIEMENS Spülmaschine

Schnell hingefahren irritiert vor Ort das laute surren. Die Maschine lässt sich weder ausschalten noch Zurücksetzen. Tür auf und zu hilft nichts … offenbart aber wenigstens einen Blick ins innere. Das Geschirr ist sauber und trocken. Somit Deckt sich die LED “WASSERZLUAUF” nicht mit der Erwartung, dass die Spülmaschine kein Wasser erreicht hat. Sonst wäre es ja dreckig 🙂

Da hilft nur eins: Sicherung ausschalten. Zum Glück sind große Haushaltsgeräte einzeln abgesichert. So hat man ruhe vor der verrückt surrenden Pumpe die womöglich überhitzen würde, wenn sie trocken läuft. Mit gezogener Sicherung gab es nun genügend Ruhe für Doktor Google. Der Fehler lässt sich nämlich nicht zurücksetzen. Die Maschine ist aus Sicherheitsgründen damit beschäftigt die ganze Zeit abzupumpen.

Viele Ergebnisse sagen: Wasser/Feuchtigkeit unter der Maschine wegen einer Dichtung.

Entwarnung … sollte die Wohnung nicht gleich zu beginn unter Wasser stehen so kann man davon ausgehen, dass das Wasser nur in der “Wanne” unter der Maschine steht und den sogenannten Schwimmer hochdrückt, der den Fehler E15 auslöst. Der teure Fußboden bleibt also verschont.

Spülmaschinenraum nach dem Entfernen der Körbe

Die Ursache ist wohl bekannt und betrifft unzählige Maschinen der Firmen SIEMENS, BOSCH und NEFF. Die Dichtung zwischen dem Edelstahl Innenraum und der Pumpe unterhalb der Maschine hält nicht mehr dicht. Die Umwelteinflüsse sind ja beachtlich. Kaltes Wasser, Heißes Wasser, Fettiges Wasser, Spülmittel usw….

Blick in den Pumpentopf

Was man sieht ist der Pumpentopf, nachdem das Sieb entfernt wurde. Es offenbart sich ein Übergang zwischen dem Edelstahlraum und der Pumpe aus Plastik. Die Dichtung dazwischen lässt mit der Zeit Tropfen für Tropfen Wasser nach unten. Der Pumpentopf wird mit vier Schrauben festgehalten, was für meinen Geschmack etwas zu wenig ist. Meiner Meinung nach wollten die Hersteller ein paar Cent an der Dichtung und den wenigen Schrauben sparen. Bei Amazon gibt es zumindest für die Dichtung eine Abhilfe.

Bis die Bestellte Dichtung in die Packstation eingetrudelt ist, hatte die Wanne unter der Maschine etwas Zeit zum trocknen. Sollte es sich wirklich nur um das Dichtungsproblem handeln, so ist davon auszugehen, dass sich die Wassermenge in Grenzen hält und verdampft. In der tat war der Fehler nach zwei Tagen verschwunden. Nach einlegen der Sicherung war Ruhe … die Pumpe lief nicht und man hätte wieder die Möglichkeit ein neues Spülprogramm zu starten. Doch wir machen die Sicherung wieder aus … wollen ja schließlich Spannungsfrei reparieren! Den “Propeller” kann man einfach abziehen!

Lösen der vier Torx Schrauben mit TX20 Schraubkopf

Nachdem alle vier Schrauben gelöst sind, lässt sich auch das hintere Sieb inklusive Wasserzufuhr entnehmen. Das Plastikrohr erstreckt sich über die Ganze Maschine und ist die Wasserzufuhr für den Korb für die Gläser. Das gesamte Rohr lässt sich entfernen. Es ist hinten und oben an jeweils einem großen Klipp befestigt. Ich empfehle die Wasserzufuhr komplett zu entfernen.

Clips der Wasserzufuhr

Der Pumpentopf kann nun etwas runtergedrückt werden. Ich empfehle alles zu Reinigen … vor allem Essensreste können den Effekt der neuen Dichtung gleich wieder zu Nichte machen.

Das bestellte Kit ist zwischenzeitlich angekommen und besteht aus: Dichtung, 4 Torxschrauben und einer Einfädelhilfe. Die Schrauben sind nicht wesentlich länger als die vorhandenen. Ich denke, dass dies einfach einen Ersatz darstellen soll, falls die verbauten Schrauben Rost angesetzt haben.

Reperaturkit

Das einfädeln der Dichtung! Ein wichtiges Detail

Nun kommt das wichtigste. Das einfädeln der neuen Dichtung. Ich empfehle die Dichtung etwas zu befeuchten oder mit etwas Spülmittel zu benetzen. Zudem sind Montage Handschuhe zwingend zu benutzen, da das Edelstahlblech sehr scharfkantig ist. Das wichtigste Detail: Die Dichtung muss hinter den beiden Schrauben verlaufen! Da die zwei hinteren Gewinde der Schrauben aus dem Stahlblech ragen, kommt hier die Einfädelhilfe ins Spiel.

Die Dichtung wird zunächst in die Öffnung gezogen, hinter das Gewinde gelegt und anschließend strammgezogen, sodass sich diese hinter das Gewinde legt.

Die Dichtung muss so liegen, dass sie von außen nicht mehr sichtbar ist. Sie muss sich also kreisförmig ausbreiten und unter dem Blech verschwinden. Nun kommt der spannende Moment … ich starte die Maschine mit einem Kurzprogramm.

Testlauf nach festschrauben

Während des Laufs bin ich Neugierig und schaue rein… Die Maschine läuft wie gewohnt, das Wasser steht über dem Niveau der Dichtung … ein Fehler kommt jedoch nicht.

Das Problem scheint gelöst 🙂

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